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Unsere Praxis-Schulungen für Angehörige

Demenz: "Begleiter auf schwerem Weg"

Basale Stimulation mit Igelball und Bürste: Auch praktische Tipps bekommen die Teilnehmerinnen während der DRK-Schulung

„Wenn Vergessen zur Herausaforderung wird“: DRK-Schulung zum Thema Demenz

Das nächste Seminar von DRK und VHS Alfeld beginnt am Mittwoch, 14. Mai in Gronau. Der erste Tag beginnt um 15 Uhr und endet um 20 Uhr. Weitere Termine: Sonnabend, 17. Mai, 9 bis 16 Uhr, Mittwoch, 21. Mai, 15 bis 20 Uhr und Sonnabend, 24. Mai, 9 bis 16 Uhr.

Veranstaktungsort: DRK Sozialstation Gronau-Duingen, Johanniterstr. 2a, 31028 Gronau
Veranstaltungsleitung: Sabine Meyer, Fachbereichsleitung Ambulante Pflege
Referentin: Karin Hoppe, examinierte Krankenschwester / Gerontopsychologische Fachkraft
Gebühr: 75 Euro
Mindestteilnehmerzahl: 10

Anmeldung / Flyer

 

 

Eindrücke aus früheren Kursen

Sanft lässt Referentin Karin Hoppe den Igelball auf den Schultern hin und her rollen. „Das ist angenehm“, sagt Ulla Minerzke, die gemeinsam mit 13 anderen Frauen an der Schulung „Wenn Vergessen zur Krankheit wird“, die der DRK-Kreisverband organisiert, teilnimmt. 

„Die basale Stimulation ist eine pflegerische Möglichkeit, die Wahrnehmungsfähigkeit von Menschen mit Demenz zu fördern“, erklärt die Expertin. Und so probieren die Teilnehmerinnen neben dem Igelball, Vibrationsgeräte aber auch einfache Bürsten aus. Die Teilnehmer der Schulung kommen aus verschiedenen Bereichen, einige sind persönlich betroffen, andere beruflich, wieder andere können sich vorstellen, in Zukunft Demenzkranke zu begleiten.

Der Kurs vermittelt den theoretischen Hintergrund zur Demenz und gibt gleichzeitig praktische Tipps für den Umgang mit den Erkrankten und deren Angehörigen. Unter der Leitung von Karin Hoppe lernen die Frauen die Besonderheiten der Erkrankung kennen. Ursachen und Formen der Demenz, Diagnose und Behandlung werden ebenso thematisiert wie psychische Veränderungen und Erkrankungen im Alter. Auch rechtliche Grundlagen werden angesprochen.

„Wichtig bei Demenzkranken ist beispielsweise auch die Biografie“, sagt die Referentin. „Der Schlüssel für bestimmte Verhaltensweisen liegt in der Lebensgeschichte und so ergeben sich spezielle Behandlungsmethoden.“ Um den später Pflegenden die Arbeit zu erleichtern sollte man überlegen, schon frühzeitig seinen Biografiebogen auszufüllen, rät die examinierte Krankenschwester und geronto-psychatrische Fachkraft.

Die Demenzerkrankung gilt als eine der größten pflegerischen Herausforderungen unserer Gesellschaft. Aufgrund der hohen Lebenserwartung leiden immer mehr Menschen an Demenz. Die Krankheit bedeutet einen tiefen Einschnitt: Für die Betroffenen, die zunehmend Gedächtnis und Orientierung verlieren, aber auch für die Angehörigen, die die schmerzhafte Veränderung begleiten und die für die Erkrankten selbst immer mehr zu Fremden werden.

Ehrenamtliche Demenzbegleiter können pflegende Angehörige entlasten. Der DRK-Kreisverband Alfeld betreut seit diesem Jahr über das Projekt „Freiräume“ Demenzkranke in häuslicher Umgebung. „Es ist uns wichtig, dass die Demenzbegleiter in Theorie und Praxis gut vorbereitet sind und von uns auch unterstützt werden“, sagt Karin Hoppe, die das Projekt leitet. „Die Arbeit ist sehr anspruchsvoll. Demenzbegleiter unterstützen nicht nur die Angehörige, sie leisten professionelle Arbeit.“

Informationen zu dem DRK-Betreuungsangebot erteilen die vier Sozialstationen:

  • Gronau/Duingen (0 51 82 – 94 79 08)
  • Alfeld (0 51 81 – 82 94 82)
  • Sibbesse/Lamspringe/ Freden (0 51 81 – 82 90 440) und
  • Elze/Nordstemmen (0 50 69 – 96 50 26)

Pflegenden Angehörigen den Alltag erleichtern

Auch zahlreiche praktische Übungen standen auf dem Programm. 13 Frauen nahmen an dem Kurs teil.

DRK-Sozialstation schult 13 Teilnehmerinnen im Kurs "Häusliche Pflege"

„Alle Teilnehmer waren mit viel Elan dabei“, freut sich Silke Burose-Hirte, Leiterin der DRK-Sozialstation Elze/Nordstemmen. 13 Frauen nahmen am Ende ihre Urkunde als Bestätigung der Teilnahme an dem DRK-Kurs „Häusliche Pflege“ entgegen. In insgesamt 20 Kursstunden bekamen sie eine fachkundige Einführung in die häusliche Pflege und waren sich am Ende einig: „Wir haben sehr viel mitgenommen.“

„Der Lehrgang sollte dazu beitragen, den Pflegenden die Arbeit zu erleichtern und den Alltag lebbar zu gestalten“, sagt Silke Burose-Hirte, die den Kurs gemeinsam mit Christa Schultz geleitet hat.

Immer mehr Menschen haben den Wunsch, in ihrer vertrauten Umgebung gepflegt und betreut zu werden. Für die Angehörigen jedoch, die oft ohne jegliches Vorwissen unvermittelt in diese belastende Situation geraten, stellt die häusliche Pflege eine häufig nur schwer zu bewältigende Aufgabe dar.

Etliche Teilnehmer nahmen an dem kostenlosen DRK-Kurs aus aktuellem Anlass teil, da es innerhalb der Familie einen Pflegefall gibt. Einige wollten sich auf diese mögliche Situation vorbereiten. Vor allem die Vielseitigkeit der Themen sorgte immer wieder für Überraschung und Erstaunen. Auf dem Kursplan standen Themen wie Grundpflege, Ernährung und Krankenbeobachtung ebenso wie psychische Konflikte im Pflegeverhältnis und praktische Übungen.

Der gerade beendet Lehrgang war innerhalb kürzester Zeit ausgebucht. Deshalb will die DRK-Sozialstation Elze/Nordstemmen voraussichtlich im Frühjahr einen neuen Kurs anbieten.

DRK präsentiert sich beim Gesundheitstag in Lamspringe

Vorsichtig klebt Max ein Pflaster auf die Wunde von Martina. „Super gemacht“, sagt Claudia Hampe, Wundexpertin beim DRK und verbindet der Neunjährigen die rechte Hand. Während der Gesundheitstage der Lamspringer Schulen bot die DRK Ambulante Pflegedienste GmbH Erste Hilfe für Kinder von Kindern. 

Gemeinsam mit 54 weiteren Ausstellern war die DRK-Sozialstation bei der Veranstaltung vertreten. Doris Oppermann, Leiterin der Sozialstation Sibbesse-Lamspringe-Freden freut sich über die gute Resonanz. Hunderte von Besuchern informierten sich an dem Tag über das Leistungsspektrum des DRK.