Kleiderkammer
Die DRK-Kleiderkammer in der Winzenburger Straße 7/8 wurde geschlossen.
Der kleine Raum ohne Möglichkeit der Anprobe sei einfach nicht mehr zeitgemäß, erklärt die stellvertretende Vorsitzende des DRK Kreisverbandes Alfeld Karin Knust. Eine räumliche Alternative stehe zurzeit jedoch leider nicht zur Verfügung.
„Die Schließung fällt uns nicht leicht“, sagt der Vorsitzende des DRK Kreisverbandes Bernd Beushausen. „Aber wir gehen davon aus, dass der Wegfall dieses Angebotes keine Lücke für die Bedürftigen hinterlässt.“ Der Bedarf werde durch andere Organisationen ausreichend abgedeckt.
Darüber hinaus habe sich seit geraumer Zeit gezeigt, dass das eigentliche Zielpublikum nicht mehr durch die Kleiderkammer erreicht würde. Einerseits machten die sich immer weiter unterbietenden Textildiscounter den Kleiderkammern das Leben schwer, anderseits würden sich in der Einrichtung auch zunehmend professionelle Second-Hand-Verkäufer blicken lassen. „Und das entspricht nicht unserem Grundgedanken“, so Beushausen.
„Unser besonderer Dank gilt den fleißigen ehrenamtlichen Helferinnen, die die Kleiderkammer seit Jahren betreuen“, so Knust. Sie wurden während einer kleinen Feier verabschiedet. Insgesamt 17 Jahre hat Lieselotte Hensel Kleiderspenden sortiert und dafür gesorgt, dass keine minderwertige Kleidung ausgegeben wurde. Anja Werhahn hat sie dabei seit zehn Jahren unterstützt. Vor anderthalb Jahren kam Hiltrud Stelzer dazu. Seit 2011 macht Kornelia Cygan das Team komplett. „Es hat uns immer viel Spaß gemacht“, sagt Lieselotte Hensel.
Nicht von der Schließung betroffen ist die Altkleidersammlung. Auch in Zukunft sammelt der DRK-Kreisverband zweimal im Jahr Altkleider.

