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DRK Kreisverband Alfeld blickt zuversichtlich nach vorne

Bernd Beushausen

Karin Knust und Bernd Beushausen mit den Vertreterinnen der prämierten Ortsvereine

Alfeld. Der DRK Kreisverband Alfeld blickt zuversichtlich nach vorne und ist mit der wirtschaftlichen Entwicklung 2010 insgesamt zufrieden. Dennoch gebe es angesichts der Problematik um die Zukunft des Rettungsdienstes und der wachsenden Konkurrenz im Bereich der Pflege keinen Grund zur Entwarnung. Darauf wiesen sowohl der erste Vorsitzende des DRK Kreisverbandes Alfeld Bernd Beushausen, Schatzmeister Helmut Knust sowie Geschäftsführer Reinhard Hein in ihren Berichten hin.

Nach dem derzeitigen Stand des Vergabeverfahrens wird die DRK Rettungsdienst und Krankentransport Alfeld GmbH keine erneute Beauftragung erhalten. „Wir sind kein schlechter Verlierer“, sagte Beushausen, der den Mitgliedern einen Sachstandsbericht zum Thema gab. „Denn alle Rettungsdienste im Landkreis Hildesheim sind mit der Entscheidung unzufrieden, nicht nur das Deutsche Rote Kreuz.“ Jeder bisherige Betreiber müsse demnach die Wache wechseln. Nach dem bisherigen Stand erscheint es so, dass alle Rettungskräfte ab 1. Januar 2012 einen neuen Arbeitgeber erhalten werden.

Wenn man bedenke, was das bedeute, dann müsse man erkennen, dass das nicht der richtige Weg sein könne. „Es wird eine Karawane durch den Landkreis, ähnlich wie beim Bäumchen-wechsle-dich-Spiel“ ziehen“, so Beushausen. Fakt sei auch, dass durch diese Umstrukturierung der ehrenamtliche Bereich leiden werde, weil die freiwilligen Helfer sich mit ihrem jeweiligen Rettungsdienst identifizieren würden. Betroffen davon sind unter anderem die Schnelle Einsatzgruppe (SEG) und der Katastrophenschutz „Uns werden die Ehrenamtlichen weglaufen“, prognostizierte der erste Vorsitzende.

Ihre Hoffnung knüpfen die Rettungsdienste jetzt daran, dass die Politiker die Ausschreibung aufheben und das neue Niedersächsische Rettungsdienstgesetz mit dem Konzessionsmodell abwarten. Danach hätte der Landkreis die Möglichkeit, den Rettungsdienst per Konzession zu vergeben.

Große strukturelle und wirtschaftliche Probleme gebe es nach wie vor auch im Bereich der Altenhilfe. Darauf wies Reinhard Hein, Geschäftsführer des DRK Kreisverbandes Alfeld, bei der Vorstellung des Wirtschaftsplanes hin. Insbesondere im stationären Bereich, also in den DRK Alten- und Pflegeheimen in Gronau und Banteln, mache sich die wachsende Anzahl neuer Einrichtungen bemerkbar. Für die Anbieter der Freien Wohlfahrtspflege werde es wegen der tariflich bedingten höheren Personalkosten immer schwieriger, sich am freien Markt zu behaupten. Umso wichtiger sei die Qualität der Arbeit. Darin habe das DRK in den vergangenen Jahren viel Geld und Zeit investiert. Nicht zuletzt durch die engagierten Mitarbeiter sei es gelungen, die Dienstleistungen in den vier Sozialstationen, in den beiden Alten- und Pflegeheimen und in der Tagespflege auf einem hohen Niveau zu halten. Bei der Überprüfung des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK) hätten alle Einrichtungen die Note „Sehr gut“ erhalten. „Wir blicken deshalb trotz der strukturellen Probleme auch weiterhin zuversichtlich in die Zukunft“, so Hein.

„Wir haben motivierte Mitarbeiter, aber auch sehr engagierte Ehrenamtliche“, ergänzte Beushausen. „Darum sind wir auch optimistisch.“

Über die umfangreiche Arbeit der Ehrenamtlichen in den Bereitschaften, der Sozialarbeit und in den 48 Ortsvereinen berichtet die stellvertretende Vorsitzende Karin Knust. Viele der freiwilligen Helfer seien über die Maßen engagiert und auch kreativ. Für besonders gelungen Aktionen in den Ortsvereinen gibt es ab 2011 Prämien. Während der Mitgliederversammlung überreichte Karin Knust einen Geldbetrag an die Vertreterinnen der Ortsvereine aus Barfelde, Sehlem und Mahlerten. Die Vereine hätten sich mit ihren Aktionen zur Mitglieder- bzw. Blutspenderwerbung und mit einem gestalteten Kalender sehr kreativ gezeigt, lobte Knust das Engagement.

Bei den anstehenden Wahlen wurden sowohl der stellvertretende Vorsitzende Wolfgang Mootz als auch Kreisbereitschaftsleiterin Juliane Knust in ihren Ämtern bestätigt. Neuer Kreisbereitschaftsleiter ist Sven Heine. Der Finanzausschuss hat mit Brigitte Queißer (OV Freden), Birgit Köhler (Mahlerten), Doris Hartmann (Sehlem) und Gudrun Kleuker (Elze)vier neue Mitglieder.

 

24. Juni 2011 00:00 Uhr. Alter: 329 Tage